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Was hat Goethes “Mädchenbusen” mit eBooks zu tun?

Die Frage mögen Sie zu Recht stellen. Und doch: es wohnt diesem Gedicht ein Zauber inne. Goethes Ritt auf der erotischen Rasierklinge ist die damals zeitgemäße Versöhnung von Technik und Eros. Nichts anderes geschieht, wenn sich den Lesern von eBooks – einem sehr technischen Instrument – Erlebniswelten erschließen, obwohl das eBook nicht nach Staub riecht und sich darauf auch keine Rückstände wie Schweiß und dergleichen befinden.

Die Lektüre von eBooks folgt dem gleichen Prinzip wie alles Lesen: man gleicht die Buchstaben, die vor einem stehen, mit seiner inneren Welt ab. Je höher die Übereinstimmung zwischen gelesenen und inneren Bildern, um so größer ist das Lesevergnügen. Deshalb ist dieses kleine Gedicht von Goethe so köstlich. Die “Haustürklingel” enthebt den Autor jeder Zotigkeit und bringt Leser und Leserinnen doch ins Schwingen. Lesen Sie selbst:

“Die Haustürklingel an der Wand,
…der Mädchenbusen in der Hand
sind beides Dinge wohlverwandt.
Denn, wenn man beides leis’ berührt,
man innen drinnen deutlich spürt,
dass unten draußen einer steht,
der sehnsuchtsvoll nach Einlass fleht.”

Anstatt sie mit Osterspaziergängen zu langweilen, sende ich meinen Lesern diesen kleinen Gruß!

 

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Papenburg: Schüler machen Studien für lokale Unternehmen

In der Neuen Osnabrücker Zeitung entdeckte ich heute einen interessanten Artikel. Schüler der Fachoberschule Wirtschaft und Technik in Papenburg stellten die Ergebnisse ihrer Arbeiten vor, mit denen Theorie und Praxis verbunden werden. Das Konzept, das diesen Projekten zu Grunde liegt, ist vom Fraunhofer-Institut entwickelt worden, und ermöglicht den Schülern, Kontakte aufzubauen zu heimischen Unternehmen.

Die erste Studien im Rahmen dieser Projektarbeit für die Bauunternehmung Bunte angefertigt wurde, setzt sich mit der sinkenden Akzeptanz dieses Unternehmens bei Stellenbewerbern auseinander. Die Zwölftklässler legten dar, das schlechte Image des Unternehmens bei Stellensuchenden hinge unter anderem damit zusammen, dass es in erster Linie mit dem Bau von Autobahnen in Verbindung gebracht würde. Die Schüler schlugen die Entwicklung eines Apps vor sowie ein spezielles Bewerbungstraining in Schulen.

Die vorgeschlagenen Wege sind sicher richtig. Eine kostengünstigere Methode, mit der darüber hinaus sehr gut emotionale Inhalte transportiert werden können, ist jedoch die Entwicklung eines eBooks. In Geschichten aus dem Alltag wird der emotionale Kern des Unternehmens dargestellt und so für die Leser plausibel gemacht. In Kombination mit einem Facebook-Auftritt ist dies aus meiner Sicht ein starkes Instrument.

Besonders gefreut hat mich, dass die lokale Buchhandlung Eissing als eine der wenigen einen Schritt gegangen ist, sich mit dem Thema eBook auseinander zu setzen. Eine weitere Projektgruppe wurde nämlich von Eissing mit einer Studie zum Thema eBook beauftragt.

Die Reichweite der Studie beschränkte sich auf das Emsland und Leer und konstatierte ein klares Interesse der Bevölkerung an diesem Thema. Die Schüler empfahlen dem Auftraggeber, den Bekanntheitsgrad von eBooks durch Flyer und einen Aktionstag auszubauen, sowie durch das Angebot, eBook-Reader an Kunden auszuleihen.

Damit ist die Buchhandlung Eissing eine der wenigen, die sich mit dem Thema eBook als Chance für ihr Geschäft auseinandersetzen. Den ganzen Artikel hier lesen.

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Urheberrecht – ein romantisches Konstrukt

Erzählte Überlieferung von Geschichte und Geschichten ist ein Grundelement aller Kulturen. Freilich galt das besonders zu Zeiten, in denen die schriftliche Reproduktion von Texten kaum stattfand. Ich erinnere an das Wessobrunner Gebet! Gleichzeitig waren geschriebene Texte jedweder Machart immer der Motor für gesellschaftliche, wissenschaftliche und technische Entwicklungen.
Die Mechanismen der mündlichen Weitergabe von Informationen (Geschichte) und Ereignissen (Geschichten) machen sich auch heute alle Medien zu Nutzen. Eine Information, ein Film oder ein Buch sind völlig wirkungslos, wenn sie nicht von jemandem gesehen oder gelesen werden. Nicht umsonst ist Mundpropaganda nach wie vor die beste Werbung.
Jede Meldung, jeder Werbespot und jedes Buch setzen auf diesen emotionalen Effekt: der Empfänger gibt etwas weiter an seine Nächsten, er begeistert und interessiert sie. Der Like-Button ist doch eine emotionale Empfehlung!
Diese virtuelle „Mundpropaganda“ ist gerade im Bereich von Internet und eBooks wichtiger denn je. Sollte es etwa ein Zufall sein, dass ausgerechnet Twitter (zu deutsch Gezwitscher), die weltweite Drehscheibe für Kurzinformationen, nicht nur für sich genommen extrem erfolgreich ist. Der Erfolg vieler eBooks ist zu einem erheblichen Teil dem Twittern zu verdanken, dem virtuellen Zwitschern und Werben, das sich „in Schallgeschwindigkeit“ durch die digitale Atmosphäre verbreitet. Eine dieser Tweet genannten Kurznachrichten ist zwar nicht länger als 140 Zeichen.
Im Twittern ist alles enthalten, was erzählte Überlieferung ausmacht: die Verfasser von Tweets nehmen es häufig mit dem Verweis auf Urheberschaften nicht so genau, die Internet-Links, die sich an die Tweets anhängen lassen, verbreiten sich ebenso schnell, wie sie sich als „Tatsachen“ verfestigen. Und es gibt Anführer mit zahlreichen Followern. Von hier bis zu den modernen Mythen („Die Cousine meines Schwagers kennt einen, der…) ist es nicht weit.
Was hat das nun mit Urheberrecht zu tun und was meine ich mit dem Begriff romantisches Konstrukt? Das können Sie nachlesen in meinem kleinen eBook Kurze Geschichte des Buchs in 35000 Zeichen Von Gutenberg bis zur App.

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Google+ oder Facebook

Sascha Lobo denkt auf  Spiegel online über das Verhältnis von Google+, Facebook und den Newskanälen nach. Mein Link der Woche: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,772656,00.html

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Vom Ende der Zensur

 

Die über 500 Jahre alte Dominanz von Verlagen als Gralshüter von Qualität und Korrektheit erodiert seit Jahren, und das ist gut so. Das „Internet“ als Inbegriff lästiger digitaler Neuerungen macht den Verlagen zu schaffen. Jeder kann heute ohne besondere Kenntnisse seine Inhalte als eBook über das Internet verbreiten.

Seit Gutenbergs Zeiten legten Verlage als die Besitzer teurer Druckverfahren und exklusiver Vertriebswege fest, was dem Leser zu gefallen hat, und übten damit faktisch Zensur in großem Stil aus.

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eBook und Billy-Regale

IKEA hat mitgeteilt, die Produktlinie Billy-Regal werde umgestellt. Wegen der zunehmenden Verbreitung von  eBooks sinke die Nachfrage nach reinen Bücherregalen.

Nun produziere man das Billy-Regal mit einer Tiefe von 39 Zentimetern (statt bisher 29 Zentimetern). Billy werde in Zukunft zum Aufbewahrungsort für Dekorationsgegenstände.

Wahr oder falsch?

 

 

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Link der Woche

Welche Tantiemen sollten eBook-Autoren erzielen?
Wann immer neue Formen der Vermarktung entstehen, erhebt sich sogleich die Frage nach den Tantiemen für die Kreativen. Hier die Antwort des Insiders Andrew Wylie.

 

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Alles für Ihr eBook - Thomas Hoffmann:  ePublishing · Verlag · Vermarktung

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Sofortkontakt: hoffmann@publi4all.de

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