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Immobilienmakler in München – Erfolg mit Bloggen und eBooks

Wie bringt ein Immobilienmakler in München sein Geschäft nach vorne? Dazu erzähle ich Ihnen die Geschichtevon Silke G., Maklerin in München. Ich erzähle Ihre Geschichte, um Ihnen zu zeigen, wie man durch eine intelligente Blog-Strategie Kunden bindet und neue gewinnt. Auch ein Immobilienmakler in München!

Silke interessierte sich immer schon für das Gestalten und Gebäude. Sie hat die Inneneinrichtung ihrer kleine Luxuswohnung selbst designt und vor dem Einzug noch einige bauliche Änderungen veranlasst. Und irgendwann beschließt sie, ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen. Sie vermietet und verkauft Immobilien.

Immobilienmakler in München – für Silke G. ein Traumberuf!

Sie bietet eine Leistung an, von deren Wert sie besonders überzeugt ist, die sie auch persönlich liebt. Sie findet es aufregend, Immobilien kennen zu lernen und empfindet es als Eroberung, wenn sie sich in die Details von Wohnungen einfuchst, wenn sie Alteigentümer oder Vermieter über das Besondere der Immobilie interviewt.

Sie strahlt Fürsorglichkeit aus, Ihre Kunden lieben sie; sie gibt Einrichtungstipps, ist bestens informiert über die Lage der Immobilie und verhandelt Sonderwünsche mit den Anbietern.

Ihr Engpass ist es bei der Münchner Wohnungsnot  nicht, geeignete Abnehmer zu finden. Durch die Zahl der Interessenten und ihre glänzende Beratung gelingt ihr das auch bei schwierigen Objekten!

Aber wie überzeugt sie die Anbieter? Immobilienmakler in München gibt es viele! Soll sie schicke Prospekte machen lassen, Essenseinladungen aussprechen oder Eintrittskarten zu exklusiven Veranstaltungen verschenken? Geht alles, macht jeder!

 

Silke G. entwickelt ein Blog

Silke G. geht einen anderen Weg. Der Kontakt zuden Anbietern in Kontakt  ist kein Problem für sie. Ihre Partner vertrauen ihr. Aber wie bringt sie neue dazu, sich mit Ihrem Angebot zu beschäftigen?
Silke G. entwickelt die Idee für ein Blog. Weil Sie sich ohnehin gerade ein Website entwickeln lassen will, weiß sie, dass dafür WordPress eine gute Plattform ist, und dass das Kernstück einer WordPress-Site das Blog ist.

Außerdem ist Ihre Website Visitenkarte, Leistungsverzeichnis und Angebotsplattform in Einem. Sie flanscht noch ein brauchbares Terminvereinbarungssystem für Ihre exklusiven Geschäftspartner an; das schafft Vertrauen.

 

Kunden werden zu Botschaftern

Silke G. überlegt sie Folgendes: Im Blog wird sie selbst über Ihre Leidenschaft berichten: über Immobilien, exklusive Einrichtung und Raumkonzepte. Nicht zu häufig, aber wenn sie etwas interessiert. Sie lädt ihre Kunden ein, ihre Begeisterung zu teilen: Managerfrauen berichten darüber wie sie aus einem leeren Haus in einer fremden Stadt ein schönes Nest für die Familie gemacht haben, Lokalbetreiber erzählen, wie sie die Gegebenheiten geschickt ausgenützt haben und hie und da berichtet ein Pächter über gebäudetechnische Lösungen. So werden Kunden zu Botschafter. Sie nennt das Blog nicht „Immobilienmakler in München“, sondern www.silkesgpunkt.de.

 

Wie ein Immobilienmakler aus München vom Blog zum eBook kommt

Weil Silke G. sich von ihrem Internet-Guru die Grundbegriffe der Suchmaschinen-Optimierung beibringen lassen hat – sie verwendet zum Beispiel das Schlüsselwort „Immobilienmakler in München“ –  lassen ihre Blogbeiträge Ihre Website bei Google oben stehen. So werden viele Menschen, die in München Lebensraum suchen von den Blog Posts inspirieren. Oft rufen sie Silke an und geben ihr einen Auftrag.

Dank www.silkesgpunkt.de muss sich Silke bei der Neuakquise von Objekten nicht mehr vorstellen. Sie erwehrt sich dem Drängen mancher Immobilienmakler in München, deren Angebote in ihrem Blog darzustellen, aber sie bekommt in letzter Zeit immer häufiger Aufträge von Besitzern außerhalb Münchens.

Silke G. wird in ein paar Monaten mit Hilfe von publi4all ein eBook aus ihrem Blog machen, das sie über ihre Homepage und als Kindle-Book über Amazon vertreiben will. So schafft sie sich beiläufig ein Nebenprodukt, mit dem sie ihre Bekanntheit steigert und Geld verdient.

Wenn Sie mehr über Silke G. oder Ihre persönlichen Möglichkeiten erfahren wollen, senden Sie mir eine E-Mail.

eBook-Marketing zu wohltätigen Zwecken!

Wenn einen Autor oder sein Verleger planen, das neue eBook zu vermarkten, werden die unterschiedlichsten Wege eingeschlagen. Der Coach Thomas Wobido, der sich selbst Erfolgsverdoppler nennt, hat ein eBook geschrieben, in dem er erklärt, wie einfach erfolgreiches Netzwerken im Business ist und  viel Spaß bringt: NETTworking – Mit Spaß Beziehungen knüpfen und Umsätze verdoppeln. Jeder, der sich mit eBook-Marketing beschäftigt, weiß, dass es keine Erfolgsgarantie gibt. Twittern, Posten auf Facebook, die eigene Homepage und gute Rezensionen helfen immer ein Stück weiter. Das jedoch machen alle. Und wir überlegten uns weitere Wege der Vermarktung.

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Illustrationen von Werner Tiki Küstenmacher

Thomas Wobido und ich als ePublisher wollten unbedingt das eBook mit Illustrationen bereichern. Wir fanden aber keine passenden Bilder, für die wir die Rechte günstig bekommen konnten. Dann kam Thomas eine glänzende Idee: auf einem Netzwerktreffen (!) hatte er einmal Werner Tiki Küstenmacher kennengelernt, den Autor des Weltbestsellers „Simplify your life“. Ab da war alles ganz einfach: er bat Herrn Küstenmacher um ein kurzes Treffen, bei dem ein junger Autor und ein neuer ePublisher ihm ein interessantes Projekt vorstellen wollten. Küstenmacher kam, hörte sich unsere Idee an und sagte weniger später zu, die Zeichnungen und das Cover für das eBook zu entwickeln! Thomas Wobido und ich waren überglücklich wegen der prominenten Unterstützung.

Das eBook, bei dessen Umsetzung ich zunächst einige Anfängerfehler machte, verkaufte sich nicht schlecht und bekam gute Kritiken bei amazon. Wann immer wir Posts auf Facebook platzierten, twitterten oder das eBook in Newslettern bewarben, verkauften wir wieder einige Exemplare. Auch das Amazon Select Programm half weiter.[amazon asin=B008HFIHL4&text=www.amazon.de&chan=default]

Eine soziale Idee!

Ende 2012 hatte Wobido dann eine wirklich gute Idee: er versprach öffentlich, die Tantiemen, die er für den Verkauf im ersten Quartal 2013 erhalten würde, für wohltätige Zwecke zu spenden. Dem schloss ich mich sofort an. Nun fließen unsere gesamten Einnahmen von Januar bis März wohltätigen Initiativen zu, zum Beispiel dem Kleefalterhof, einem Zentrum für Familien mit schwerstkranken Kindern, oder WEMA Home, einer Initiative von zwei Münchnerinnen, die im Benin Schulen bauen.

Wobido und ich teilten dies immer wieder unseren Netzwerken mit. Der Verkauf ist deswegen nicht explodiert, aber wir haben wir können helfen mit unserer Spende und haben eine richtig gute Form des Marketings ausprobiert. Ich werde solche Aktionen in Zukunft sicher wiederholen! Tragen auch Sie bei zu dieser sozialen Idee: Kaufen Sie hier das eBook NETTworking – Mit Spaß Beziehungen knüpfen und Umsätze verdoppeln und helfen Sie dem Erwerb dieses interessanten eBooks.

Sie wollen mehr wissen zum Buchmarketing? Nehmen Sie Kontakt mit mir auf!

Mein eBook ist online – jetzt geht die Arbeit los!

Auf Ihrer Reise durch Afrika verfällt die blonde deutsche dem wilden Musiker MacumbéSie haben Ihr eBook endlich fertig gestellt und es bei Amazon hochgeladen. Wow! Was für eine Arbeit und welches Hocherlebnis. Sie sind jetzt erschöpft. Doch noch dürfen Sie sich nicht ausruhen. Erst müssen Sie aus Ihrem eBook einen wirklich guten Angestellten machen – so nennt der Bestsellerautor John Locke seine eBooks in seinem Bestseller How I sold 1Million eBooks in 5 Months. Und das ist keine Hexerei, Sie sollten aber ein paar Dinge beachten.

 

Wie Sie Ihre Leser finden

Ich empfehle Ihnen, Ihr eBook immer zuerst bei Amazon (kindle direct publishing (kdp) zuveröffentlichen. Das bringt Ihnen viele Vorteile. Im Vorfeld der Veröffentlichung haben Sie schon einige Ausschnitte aus dem eBook über Ihr Facebook-Konto veröffentlicht. Sie baten immer wieder Freunde und Kontakte um ihre Meinung. Sie haben Ihre  Coverentwürfe getwittert und schönes Feedback erhalten. Und durch die Antworten auf Ihre Blogbeiträge wissen sie schon, wie die Leser auf Ihren Stoff reagieren. Das ist nicht immer einfach. Zum Beispiel habe ich im Januar den Roman einer Weißen in Afrika veröffentlicht, die dem schwarzen Musiker Macumbé verfällt. Einfach zu vermarkten, habe ich mir gedacht, aber dass die Autorin unter Pseudonym veröffentlicht, macht ihre Einbindung in die Vermarktung schwierig. Macumbé Versuchung in Dakar. Aber ich hatte vorgesorgt und im Vorfeld schon getwittert und auf Facebook gepostet, so dass der Verkauf ordentlich anlief.

Rezensionen sind das A & O

Da der Verkauf von eBooks stark beeinflusst wird durch die Rezensionen, ist es sinnvoll, dass Sie Ihr eBook bereits vor dem Start im Bekanntenkreis komplett lesen lassen. Wenn diese Leser das eBook nun bei Amazon herunterladen und rezensieren, um so besser. Das steigert den Wert ihrer Rezensionen. Bitte verpflichten Sie ihre Helfer dazu, in den Rezensionen keine falschen Versprechungen zu treffen oder das eBook überschwänglich zu loben. Aber wenn Sie zwei oder drei gute Rezensionen und einige Likes bekommen ist das eine gute Basis.

Als Nächstes bloggen Sie was das Zeug hält. Bitte platzieren Sie nicht nur Leseproben aus Ihrem eBook. Schreiben Sie auch darüber, wie Sie dazu kamen, geben Ihre Quellen preis oder posten Bilder und Videos. Story Telling ist das Schlagwort. Ihre Leser wollen unterhalten werden. Posten Sie kleinere Texte auf Facebooks und gute Slogans twittern Sie. Wichtig ist dabei immer, dass Sie zum Beispiel mit Twitter auf Ihren Facebook Post hinweisen oder mit Facebook auf Ihren neuen Blog-Eintrag. So spielen Sie Ihre virtuelle Musik. Und suchen Sie nach Menschen im Web, die Ihnen Ihre Bücher ebenfalls rezensieren

Und wie soll ich das schaffen?

Eine gute Frage. Das ist in erster Linie eine Sache der Organisation. Bevor Sie ihr virtuelles Konzert spielen machen Sie einen Plan! Bedenken Sie, dass es Instrumente gibt, die sie bei der Alltagsarbeit entlasten. Sehen Sie allerdings Ihre Internetkampagne ebenso wie Ihr Buch als Kunst, die wohl überlegt sein will und nicht auf Anhieb funktionieren muss.

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eBooks ankündigen mit Twitter, Facebook & Blog!

Erfolgreiche Autoren von eBooks sind Unternehmer. Wer kann die Marke Autor besser verkaufen, als er selbst? Was schon für gedruckte Bücher gilt, ist um so notwendiger beim Verkauf von eBooks. Die Erkenntnis des US-Bestsellerautors John Locke, der die eBooks als seine Angestellten betrachtet, ist in der Zwischenzeit fast ein Allgemeinplatz. Was kann also ein Autor von eBooks dazu beitragen, dass sich sein eBook besser verkauft und welche Unterstützung kann er von seinem Publisher erwarten?

So suchen Leser nach eBooks

Leser suchen eBooks zu bestimmten Themen wie Schimmelpilzbefall in Wohnungen (etwa das kluge eBook des Baubiologen Marcus Reger) oder sehr häufig stolpern sie bei ihrer Recherche über Autoren, von denen sie schon etwas gelesen haben oder die sie aus den Web-Plattformen kennen. Oder die Leser haben ein Blog abonniert, weil  es für sie inhaltlich wichtig oder schlicht unterhaltend ist. Sie stoßen bei der Lektüre der Blog Posts immer mal wieder auf die Literatur des Autors und sehen sich diese zum Beispiel bei Amazon an. Schließlich twittern viele Leser zu bestimmten Themen. Auch hier erhalten sie immer wieder Empfehlungen für Bücher und eBooks von anderen Twitterern genau zu ihrem Interessensgebiet und entscheiden sich manchmal zum Kauf.

eBook-Vermarktung mit der Königsdisziplin Bloggen

Am wirkungsvollsten wird ein eBook lange vor seinem Erscheinen ins Gespräch gebracht, indem Inhalte, Kapitelauszüge und Textfragmente über die üblichen Plattformen ins Internet kommen. Der Autor macht von Beginn seiner Arbeit an neugierig. Um die Neugier der Leser zu wecken, eignen sich am besten Twitter und Facebook. Besonders gut an diesen Plattformen: die Autoren bekommen ziemlich sicher Kommentare, die Anregungen fürs Marketing und Unterstützung beim Schreiben sind. Und sie sind lange vor Erscheinen des eBooks im Gespräch. Alle Autoren sollten sich auf diese Weise konsequent mit künftigen Lesern austauschen.

Die Königsdisziplin ist freilich das Blog. Hier demonstrieren Sie laufend Ihre ganz persönliche Expertise, schreiben über aktuelle Ereignisse und Ihre Themen. Sie stellen Ihre Thesen zur Diskussion oder veranstalten Votings für Coverentwürfe oder Buchtitel. Das Gute ist: Ihr Blog ist nicht beschränkt in Länge und Darstellungsform. Es lebt von der überlegten Handhabung durch Sie, den Autor! Haben Sie bereits eines in Planung, mit dem Sie Ihr Buch oder eBook bekannt machen?

Viele Autoren fragen mich: „Wie soll ich denn das alles schaffen? Ich weiß ja noch nicht mal, woher ich die Zeit nehme, mein Buch zu schreiben!“ Die Antwort darauf ist ganz einfach. Wenn Sie als Autor das, was Sie ohnehin täglich überlegen und schreiben, zum Teil  in Ihr Blog verlagern, reduziert sich Ihr Mehraufwand (fast) auf Organisation. Denken Sie darüber nach. Ratschläge dazu gebe ich Ihnen gerne, wenn Sie mir eine Mail senden oder einen Kommentar hinterlassen.

Aktivitäten des Publishers nach dem Start von eBooks

Der Publisher von eBooks ist zunächst einmal der Mentor des Autors. Er unterstützt ihn umfassend und hilft ihm, das Manuskript in eine eBook-kompatible Form zu bringen. Der Publisher produziert Cover und stellt die eBooks her. Er platziert die eBooks auf Plattformen wie kindle direct publishing (kdp).

Er befähigt seine Autoren, sich und das eBook zu vermarkten und bietet das eBook auf allen möglichen Wegen im Internet an. Seine Werbeaktionen, Facebook-Posts und Entwicklung kreativer Twitter-Kampagnen unterstützen den Autor bei der Vermarktung. Und er berät die Autoren beim Aufbau einer Infrastruktur zur Kommunikation. Aber dennoch hat der Autor die Schlüsselrolle in der Vermarktung. Er stellt sich und sein eBook immer wieder in seinem persönlichen Netzwerk vor, freilich aus immer neuen Anlässen.

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Das einzige Kapital des Autors

Das einzige Kapital des Autors

Die Technik eines Blogs ist nicht wichtig

In seinem New Yorker Vortrag im Rahmen der O’Reilly Tools of Change for Publishing Conference unterstreicht der Marketingguru und Bestseller Autor Seth Godin, dass der Erfolg eines Blogs in der Architektur seiner Ideen besteht. Seine technische Performance ist zweitrangig.

Er zeigt uns Beispiele, wie er seine Bücher vermarktet – ohne sie zu vermarkten. Einfach nur, indem er Interessensgruppen mit guten Ideen begeistert. Und er weist darauf hin, dass die Hauptaufgabe eines Verlegers heute die Befähigung der Autoren ist, sich mit ihren Lesern auszutauschen.

Die zentralen Thesen zum virtuellen Marketing

Das Buch ist ein Souvenir, das an ein gutes Erlebnis erinnert. Man freut sich, es komplett zu besitzen. Es erinnert einen an eine Tagung, eine Persönlichkeit oder eine besondere Erkenntnis.

Das Interesse des Lesers ist die das einzige Kapital des Autors. Der Leser hat nicht die Inhalte zu akzeptieren, sondern die Inhalte werden für den Leser geschrieben.

Virtuelle Konversationen sind Marketing! Deine Fans unterhalten sich über dich und mit dir, weil du die richtigen Dinge schreibst.

Blogs funktionieren. Weil man durch Blogs mit anderen Menschen in Kontakt kommt!

Sehen Sie sich den kompletten Vortrag hier an:

Seth Godin über das Buchgeschäft

Der Autor und sein Buchladen!

Gedanken aus dem Buchmarkt

„Es gibt diese Sehnsucht nach dem Laden“, so der Schriftsteller Burkard Spinnen im Gespräch mit dem Münchner Unternehmer Michael Lemling (Buchhandlung Lehmkuhl, Schwabing). Überraschung! Das Gespräch anlässlich der Frankfurter Buchmesse geht wieder Mal nicht um die Leser.

Sondern man diskutiert, ob und wann Buchhandlungen für Autoren Orte der Sehnsucht, des Wohlfühlens sind. Leider gibt der Beitrag auf buchjournal.de nur wenig Essentielles aus diesem Gespräch wieder.

Freilich raisoniert die wehmütige Meldung vom kulturellen Wert, den Buchhandlungen einst hatten, und beschwört, das möge doch so bleiben. Eine geschlossene (Buch-)Welt bespiegelt sich – am Beispiel des Autors und seines Buchladens. So offenbart sich das Elend einer ganzen Zunft.

Der Leser kommt nicht vor

Nicht etwa als wichtiger Testleser des Buchhändlers oder gar als Brücke zwischen Lesern und Verlag erscheint der Autor hier, sondern eher als Querulant und Bücherdieb. Das mag amüsieren. Die Dynamik hingegen, die ein funktionierendes Lesepublikum für den Erfolg einer Buchhandlung haben könnte, erwähnt Lehmkuhl-Inhaber Lemling nur am Rand.

Dass er die „Beratung“ der Kundschaft durch seine Mitarbeiter überhaupt hervorhebt, ist ein Indiz dafür, mit welcher Kaltschnäuzigkeit Kunden im Normalfall ignoriert werden. „Keine Angst, in Datteln bestimme ich, was gelesen wird“, zitiert etwa Spinnen den lokalen Buchhändler. Die Äußerung liegt lange zurück und dieser „Geschäftsmann“ wurde sicher längst das Opfer seiner Bestimmung. Gleichwohl!

Auch die Abscheu vor dem „Einzug von Eierbechern und Plüschtieren“ in den Buchhandel zeigt die groteske Weigerung, sich mit den Bedürfnissen der Kunden zu beschäftigen. Die Zukunftsangst stolziert hier im Gewand der Hochnäsigkeit daher und sitzt tief in diesen Menschen. Sie bringen im selben Atemzug als Argument gegen eBooks hervor, sie seien halt mehr „die haptischen Typen“. Ja sind denn die Kinder, die Bücher UND Plüschtiere wollen, keine haptischen Typen!?

Amazon interessiert sich für mich!

Amazon kennt dank guter Tools meinen Geschmack und regt mich mit aufmerksamen Empfehlungen zum Lesen an. Und  so bleibt es mir erspart, mich zwischen Kubikmetern uninteressanter „Stapelware“ (ein Buchhandelsausdruck!) zu verlieren oder mich mit meinen Fragen dem Ekel gelangweilter Stadtteilbuchhändlerinnen auszusetzen.

Buchhandlungen verstehen sich nicht als Gemeinschaft mit Ihren Kunden, als „Social Community“. Wenn man die Kunden nicht schleunigst fragt, was sie bewegt und wie sie sich das Einkaufen wünschen, wenn man sie nicht als wichtigen Gesprächspartner akzeptiert, verschwindet man aus dem Adressverzeichnis der Stadt. Aber dazu müsste man gehörig umdenken und neu kalkulieren. Von der Idee eines Kinderlands wie etwa bei IKEA, das Eltern den Einkauf erleichtern würde, ist man im deutschen Buchhandel ohnehin weit entfernt!

Hier geht’s zu dem buchjournal-Artikel

Was hat Goethes „Mädchenbusen“ mit eBooks zu tun?

Die Frage mögen Sie zu Recht stellen. Und doch: es wohnt diesem Gedicht ein Zauber inne. Goethes Ritt auf der erotischen Rasierklinge ist die damals zeitgemäße Versöhnung von Technik und Eros. Nichts anderes geschieht, wenn sich den Lesern von eBooks – einem sehr technischen Instrument – Erlebniswelten erschließen, obwohl das eBook nicht nach Staub riecht und sich darauf auch keine Rückstände wie Schweiß und dergleichen befinden.

Die Lektüre von eBooks folgt dem gleichen Prinzip wie alles Lesen: man gleicht die Buchstaben, die vor einem stehen, mit seiner inneren Welt ab. Je höher die Übereinstimmung zwischen gelesenen und inneren Bildern, um so größer ist das Lesevergnügen. Deshalb ist dieses kleine Gedicht von Goethe so köstlich. Die „Haustürklingel“ enthebt den Autor jeder Zotigkeit und bringt Leser und Leserinnen doch ins Schwingen. Lesen Sie selbst:

„Die Haustürklingel an der Wand,
…der Mädchenbusen in der Hand
sind beides Dinge wohlverwandt.
Denn, wenn man beides leis‘ berührt,
man innen drinnen deutlich spürt,
dass unten draußen einer steht,
der sehnsuchtsvoll nach Einlass fleht.“

Anstatt sie mit Osterspaziergängen zu langweilen, sende ich meinen Lesern diesen kleinen Gruß!

 

Urheberrecht – ein romantisches Konstrukt

Erzählte Überlieferung von Geschichte und Geschichten ist ein Grundelement aller Kulturen. Freilich galt das besonders zu Zeiten, in denen die schriftliche Reproduktion von Texten kaum stattfand. Ich erinnere an das Wessobrunner Gebet! Gleichzeitig waren geschriebene Texte jedweder Machart immer der Motor für gesellschaftliche, wissenschaftliche und technische Entwicklungen.
Die Mechanismen der mündlichen Weitergabe von Informationen (Geschichte) und Ereignissen (Geschichten) machen sich auch heute alle Medien zu Nutzen. Eine Information, ein Film oder ein Buch sind völlig wirkungslos, wenn sie nicht von jemandem gesehen oder gelesen werden. Nicht umsonst ist Mundpropaganda nach wie vor die beste Werbung.
Jede Meldung, jeder Werbespot und jedes Buch setzen auf diesen emotionalen Effekt: der Empfänger gibt etwas weiter an seine Nächsten, er begeistert und interessiert sie. Der Like-Button ist doch eine emotionale Empfehlung!
Diese virtuelle „Mundpropaganda“ ist gerade im Bereich von Internet und eBooks wichtiger denn je. Sollte es etwa ein Zufall sein, dass ausgerechnet Twitter (zu deutsch Gezwitscher), die weltweite Drehscheibe für Kurzinformationen, nicht nur für sich genommen extrem erfolgreich ist. Der Erfolg vieler eBooks ist zu einem erheblichen Teil dem Twittern zu verdanken, dem virtuellen Zwitschern und Werben, das sich „in Schallgeschwindigkeit“ durch die digitale Atmosphäre verbreitet. Eine dieser Tweet genannten Kurznachrichten ist zwar nicht länger als 140 Zeichen.
Im Twittern ist alles enthalten, was erzählte Überlieferung ausmacht: die Verfasser von Tweets nehmen es häufig mit dem Verweis auf Urheberschaften nicht so genau, die Internet-Links, die sich an die Tweets anhängen lassen, verbreiten sich ebenso schnell, wie sie sich als „Tatsachen“ verfestigen. Und es gibt Anführer mit zahlreichen Followern. Von hier bis zu den modernen Mythen („Die Cousine meines Schwagers kennt einen, der…) ist es nicht weit.
Was hat das nun mit Urheberrecht zu tun und was meine ich mit dem Begriff romantisches Konstrukt? Das können Sie nachlesen in meinem kleinen eBook Kurze Geschichte des Buchs in 35000 Zeichen Von Gutenberg bis zur App.

Vom Ende der Zensur

 

Die über 500 Jahre alte Dominanz von Verlagen als Gralshüter von Qualität und Korrektheit erodiert seit Jahren, und das ist gut so. Das „Internet“ als Inbegriff lästiger digitaler Neuerungen macht den Verlagen zu schaffen. Jeder kann heute ohne besondere Kenntnisse seine Inhalte als eBook über das Internet verbreiten.

Seit Gutenbergs Zeiten legten Verlage als die Besitzer teurer Druckverfahren und exklusiver Vertriebswege fest, was dem Leser zu gefallen hat, und übten damit faktisch Zensur in großem Stil aus.

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