eBooks ankündigen mit Twitter, Facebook & Blog!

Erfolgreiche Autoren von eBooks sind Unternehmer. Wer kann die Marke Autor besser verkaufen, als er selbst? Was schon für gedruckte Bücher gilt, ist um so notwendiger beim Verkauf von eBooks. Die Erkenntnis des US-Bestsellerautors John Locke, der die eBooks als seine Angestellten betrachtet, ist in der Zwischenzeit fast ein Allgemeinplatz. Was kann also ein Autor von eBooks dazu beitragen, dass sich sein eBook besser verkauft und welche Unterstützung kann er von seinem Publisher erwarten?

So suchen Leser nach eBooks

Leser suchen eBooks zu bestimmten Themen wie Schimmelpilzbefall in Wohnungen (etwa das kluge eBook des Baubiologen Marcus Reger) oder sehr häufig stolpern sie bei ihrer Recherche über Autoren, von denen sie schon etwas gelesen haben oder die sie aus den Web-Plattformen kennen. Oder die Leser haben ein Blog abonniert, weil  es für sie inhaltlich wichtig oder schlicht unterhaltend ist. Sie stoßen bei der Lektüre der Blog Posts immer mal wieder auf die Literatur des Autors und sehen sich diese zum Beispiel bei Amazon an. Schließlich twittern viele Leser zu bestimmten Themen. Auch hier erhalten sie immer wieder Empfehlungen für Bücher und eBooks von anderen Twitterern genau zu ihrem Interessensgebiet und entscheiden sich manchmal zum Kauf.

eBook-Vermarktung mit der Königsdisziplin Bloggen

Am wirkungsvollsten wird ein eBook lange vor seinem Erscheinen ins Gespräch gebracht, indem Inhalte, Kapitelauszüge und Textfragmente über die üblichen Plattformen ins Internet kommen. Der Autor macht von Beginn seiner Arbeit an neugierig. Um die Neugier der Leser zu wecken, eignen sich am besten Twitter und Facebook. Besonders gut an diesen Plattformen: die Autoren bekommen ziemlich sicher Kommentare, die Anregungen fürs Marketing und Unterstützung beim Schreiben sind. Und sie sind lange vor Erscheinen des eBooks im Gespräch. Alle Autoren sollten sich auf diese Weise konsequent mit künftigen Lesern austauschen.

Die Königsdisziplin ist freilich das Blog. Hier demonstrieren Sie laufend Ihre ganz persönliche Expertise, schreiben über aktuelle Ereignisse und Ihre Themen. Sie stellen Ihre Thesen zur Diskussion oder veranstalten Votings für Coverentwürfe oder Buchtitel. Das Gute ist: Ihr Blog ist nicht beschränkt in Länge und Darstellungsform. Es lebt von der überlegten Handhabung durch Sie, den Autor! Haben Sie bereits eines in Planung, mit dem Sie Ihr Buch oder eBook bekannt machen?

Viele Autoren fragen mich: „Wie soll ich denn das alles schaffen? Ich weiß ja noch nicht mal, woher ich die Zeit nehme, mein Buch zu schreiben!“ Die Antwort darauf ist ganz einfach. Wenn Sie als Autor das, was Sie ohnehin täglich überlegen und schreiben, zum Teil  in Ihr Blog verlagern, reduziert sich Ihr Mehraufwand (fast) auf Organisation. Denken Sie darüber nach. Ratschläge dazu gebe ich Ihnen gerne, wenn Sie mir eine Mail senden oder einen Kommentar hinterlassen.

Aktivitäten des Publishers nach dem Start von eBooks

Der Publisher von eBooks ist zunächst einmal der Mentor des Autors. Er unterstützt ihn umfassend und hilft ihm, das Manuskript in eine eBook-kompatible Form zu bringen. Der Publisher produziert Cover und stellt die eBooks her. Er platziert die eBooks auf Plattformen wie kindle direct publishing (kdp).

Er befähigt seine Autoren, sich und das eBook zu vermarkten und bietet das eBook auf allen möglichen Wegen im Internet an. Seine Werbeaktionen, Facebook-Posts und Entwicklung kreativer Twitter-Kampagnen unterstützen den Autor bei der Vermarktung. Und er berät die Autoren beim Aufbau einer Infrastruktur zur Kommunikation. Aber dennoch hat der Autor die Schlüsselrolle in der Vermarktung. Er stellt sich und sein eBook immer wieder in seinem persönlichen Netzwerk vor, freilich aus immer neuen Anlässen.

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Das einzige Kapital des Autors

Das einzige Kapital des Autors

Die Technik eines Blogs ist nicht wichtig

In seinem New Yorker Vortrag im Rahmen der O’Reilly Tools of Change for Publishing Conference unterstreicht der Marketingguru und Bestseller Autor Seth Godin, dass der Erfolg eines Blogs in der Architektur seiner Ideen besteht. Seine technische Performance ist zweitrangig.

Er zeigt uns Beispiele, wie er seine Bücher vermarktet – ohne sie zu vermarkten. Einfach nur, indem er Interessensgruppen mit guten Ideen begeistert. Und er weist darauf hin, dass die Hauptaufgabe eines Verlegers heute die Befähigung der Autoren ist, sich mit ihren Lesern auszutauschen.

Die zentralen Thesen zum virtuellen Marketing

Das Buch ist ein Souvenir, das an ein gutes Erlebnis erinnert. Man freut sich, es komplett zu besitzen. Es erinnert einen an eine Tagung, eine Persönlichkeit oder eine besondere Erkenntnis.

Das Interesse des Lesers ist die das einzige Kapital des Autors. Der Leser hat nicht die Inhalte zu akzeptieren, sondern die Inhalte werden für den Leser geschrieben.

Virtuelle Konversationen sind Marketing! Deine Fans unterhalten sich über dich und mit dir, weil du die richtigen Dinge schreibst.

Blogs funktionieren. Weil man durch Blogs mit anderen Menschen in Kontakt kommt!

Sehen Sie sich den kompletten Vortrag hier an:

Seth Godin über das Buchgeschäft

Der Autor und sein Buchladen!

Gedanken aus dem Buchmarkt

„Es gibt diese Sehnsucht nach dem Laden“, so der Schriftsteller Burkard Spinnen im Gespräch mit dem Münchner Unternehmer Michael Lemling (Buchhandlung Lehmkuhl, Schwabing). Überraschung! Das Gespräch anlässlich der Frankfurter Buchmesse geht wieder Mal nicht um die Leser.

Sondern man diskutiert, ob und wann Buchhandlungen für Autoren Orte der Sehnsucht, des Wohlfühlens sind. Leider gibt der Beitrag auf buchjournal.de nur wenig Essentielles aus diesem Gespräch wieder.

Freilich raisoniert die wehmütige Meldung vom kulturellen Wert, den Buchhandlungen einst hatten, und beschwört, das möge doch so bleiben. Eine geschlossene (Buch-)Welt bespiegelt sich – am Beispiel des Autors und seines Buchladens. So offenbart sich das Elend einer ganzen Zunft.

Der Leser kommt nicht vor

Nicht etwa als wichtiger Testleser des Buchhändlers oder gar als Brücke zwischen Lesern und Verlag erscheint der Autor hier, sondern eher als Querulant und Bücherdieb. Das mag amüsieren. Die Dynamik hingegen, die ein funktionierendes Lesepublikum für den Erfolg einer Buchhandlung haben könnte, erwähnt Lehmkuhl-Inhaber Lemling nur am Rand.

Dass er die „Beratung“ der Kundschaft durch seine Mitarbeiter überhaupt hervorhebt, ist ein Indiz dafür, mit welcher Kaltschnäuzigkeit Kunden im Normalfall ignoriert werden. „Keine Angst, in Datteln bestimme ich, was gelesen wird“, zitiert etwa Spinnen den lokalen Buchhändler. Die Äußerung liegt lange zurück und dieser „Geschäftsmann“ wurde sicher längst das Opfer seiner Bestimmung. Gleichwohl!

Auch die Abscheu vor dem „Einzug von Eierbechern und Plüschtieren“ in den Buchhandel zeigt die groteske Weigerung, sich mit den Bedürfnissen der Kunden zu beschäftigen. Die Zukunftsangst stolziert hier im Gewand der Hochnäsigkeit daher und sitzt tief in diesen Menschen. Sie bringen im selben Atemzug als Argument gegen eBooks hervor, sie seien halt mehr „die haptischen Typen“. Ja sind denn die Kinder, die Bücher UND Plüschtiere wollen, keine haptischen Typen!?

Amazon interessiert sich für mich!

Amazon kennt dank guter Tools meinen Geschmack und regt mich mit aufmerksamen Empfehlungen zum Lesen an. Und  so bleibt es mir erspart, mich zwischen Kubikmetern uninteressanter „Stapelware“ (ein Buchhandelsausdruck!) zu verlieren oder mich mit meinen Fragen dem Ekel gelangweilter Stadtteilbuchhändlerinnen auszusetzen.

Buchhandlungen verstehen sich nicht als Gemeinschaft mit Ihren Kunden, als „Social Community“. Wenn man die Kunden nicht schleunigst fragt, was sie bewegt und wie sie sich das Einkaufen wünschen, wenn man sie nicht als wichtigen Gesprächspartner akzeptiert, verschwindet man aus dem Adressverzeichnis der Stadt. Aber dazu müsste man gehörig umdenken und neu kalkulieren. Von der Idee eines Kinderlands wie etwa bei IKEA, das Eltern den Einkauf erleichtern würde, ist man im deutschen Buchhandel ohnehin weit entfernt!

Hier geht’s zu dem buchjournal-Artikel

Was hat Goethes „Mädchenbusen“ mit eBooks zu tun?

Die Frage mögen Sie zu Recht stellen. Und doch: es wohnt diesem Gedicht ein Zauber inne. Goethes Ritt auf der erotischen Rasierklinge ist die damals zeitgemäße Versöhnung von Technik und Eros. Nichts anderes geschieht, wenn sich den Lesern von eBooks – einem sehr technischen Instrument – Erlebniswelten erschließen, obwohl das eBook nicht nach Staub riecht und sich darauf auch keine Rückstände wie Schweiß und dergleichen befinden.

Die Lektüre von eBooks folgt dem gleichen Prinzip wie alles Lesen: man gleicht die Buchstaben, die vor einem stehen, mit seiner inneren Welt ab. Je höher die Übereinstimmung zwischen gelesenen und inneren Bildern, um so größer ist das Lesevergnügen. Deshalb ist dieses kleine Gedicht von Goethe so köstlich. Die „Haustürklingel“ enthebt den Autor jeder Zotigkeit und bringt Leser und Leserinnen doch ins Schwingen. Lesen Sie selbst:

„Die Haustürklingel an der Wand,
…der Mädchenbusen in der Hand
sind beides Dinge wohlverwandt.
Denn, wenn man beides leis‘ berührt,
man innen drinnen deutlich spürt,
dass unten draußen einer steht,
der sehnsuchtsvoll nach Einlass fleht.“

Anstatt sie mit Osterspaziergängen zu langweilen, sende ich meinen Lesern diesen kleinen Gruß!

 

Papenburg: Schüler machen Studien für lokale Unternehmen

In der Neuen Osnabrücker Zeitung entdeckte ich heute einen interessanten Artikel. Schüler der Fachoberschule Wirtschaft und Technik in Papenburg stellten die Ergebnisse ihrer Arbeiten vor, mit denen Theorie und Praxis verbunden werden. Das Konzept, das diesen Projekten zu Grunde liegt, ist vom Fraunhofer-Institut entwickelt worden, und ermöglicht den Schülern, Kontakte aufzubauen zu heimischen Unternehmen.

Die erste Studien im Rahmen dieser Projektarbeit für die Bauunternehmung Bunte angefertigt wurde, setzt sich mit der sinkenden Akzeptanz dieses Unternehmens bei Stellenbewerbern auseinander. Die Zwölftklässler legten dar, das schlechte Image des Unternehmens bei Stellensuchenden hinge unter anderem damit zusammen, dass es in erster Linie mit dem Bau von Autobahnen in Verbindung gebracht würde. Die Schüler schlugen die Entwicklung eines Apps vor sowie ein spezielles Bewerbungstraining in Schulen.

Die vorgeschlagenen Wege sind sicher richtig. Eine kostengünstigere Methode, mit der darüber hinaus sehr gut emotionale Inhalte transportiert werden können, ist jedoch die Entwicklung eines eBooks. In Geschichten aus dem Alltag wird der emotionale Kern des Unternehmens dargestellt und so für die Leser plausibel gemacht. In Kombination mit einem Facebook-Auftritt ist dies aus meiner Sicht ein starkes Instrument.

Besonders gefreut hat mich, dass die lokale Buchhandlung Eissing als eine der wenigen einen Schritt gegangen ist, sich mit dem Thema eBook auseinander zu setzen. Eine weitere Projektgruppe wurde nämlich von Eissing mit einer Studie zum Thema eBook beauftragt.

Die Reichweite der Studie beschränkte sich auf das Emsland und Leer und konstatierte ein klares Interesse der Bevölkerung an diesem Thema. Die Schüler empfahlen dem Auftraggeber, den Bekanntheitsgrad von eBooks durch Flyer und einen Aktionstag auszubauen, sowie durch das Angebot, eBook-Reader an Kunden auszuleihen.

Damit ist die Buchhandlung Eissing eine der wenigen, die sich mit dem Thema eBook als Chance für ihr Geschäft auseinandersetzen. Den ganzen Artikel hier lesen.

Urheberrecht – ein romantisches Konstrukt

Erzählte Überlieferung von Geschichte und Geschichten ist ein Grundelement aller Kulturen. Freilich galt das besonders zu Zeiten, in denen die schriftliche Reproduktion von Texten kaum stattfand. Ich erinnere an das Wessobrunner Gebet! Gleichzeitig waren geschriebene Texte jedweder Machart immer der Motor für gesellschaftliche, wissenschaftliche und technische Entwicklungen.
Die Mechanismen der mündlichen Weitergabe von Informationen (Geschichte) und Ereignissen (Geschichten) machen sich auch heute alle Medien zu Nutzen. Eine Information, ein Film oder ein Buch sind völlig wirkungslos, wenn sie nicht von jemandem gesehen oder gelesen werden. Nicht umsonst ist Mundpropaganda nach wie vor die beste Werbung.
Jede Meldung, jeder Werbespot und jedes Buch setzen auf diesen emotionalen Effekt: der Empfänger gibt etwas weiter an seine Nächsten, er begeistert und interessiert sie. Der Like-Button ist doch eine emotionale Empfehlung!
Diese virtuelle „Mundpropaganda“ ist gerade im Bereich von Internet und eBooks wichtiger denn je. Sollte es etwa ein Zufall sein, dass ausgerechnet Twitter (zu deutsch Gezwitscher), die weltweite Drehscheibe für Kurzinformationen, nicht nur für sich genommen extrem erfolgreich ist. Der Erfolg vieler eBooks ist zu einem erheblichen Teil dem Twittern zu verdanken, dem virtuellen Zwitschern und Werben, das sich „in Schallgeschwindigkeit“ durch die digitale Atmosphäre verbreitet. Eine dieser Tweet genannten Kurznachrichten ist zwar nicht länger als 140 Zeichen.
Im Twittern ist alles enthalten, was erzählte Überlieferung ausmacht: die Verfasser von Tweets nehmen es häufig mit dem Verweis auf Urheberschaften nicht so genau, die Internet-Links, die sich an die Tweets anhängen lassen, verbreiten sich ebenso schnell, wie sie sich als „Tatsachen“ verfestigen. Und es gibt Anführer mit zahlreichen Followern. Von hier bis zu den modernen Mythen („Die Cousine meines Schwagers kennt einen, der…) ist es nicht weit.
Was hat das nun mit Urheberrecht zu tun und was meine ich mit dem Begriff romantisches Konstrukt? Das können Sie nachlesen in meinem kleinen eBook Kurze Geschichte des Buchs in 35000 Zeichen Von Gutenberg bis zur App.

Google+ oder Facebook

Sascha Lobo denkt auf  Spiegel online über das Verhältnis von Google+, Facebook und den Newskanälen nach. Mein Link der Woche: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,772656,00.html

Vom Ende der Zensur

 

Die über 500 Jahre alte Dominanz von Verlagen als Gralshüter von Qualität und Korrektheit erodiert seit Jahren, und das ist gut so. Das „Internet“ als Inbegriff lästiger digitaler Neuerungen macht den Verlagen zu schaffen. Jeder kann heute ohne besondere Kenntnisse seine Inhalte als eBook über das Internet verbreiten.

Seit Gutenbergs Zeiten legten Verlage als die Besitzer teurer Druckverfahren und exklusiver Vertriebswege fest, was dem Leser zu gefallen hat, und übten damit faktisch Zensur in großem Stil aus.

Weiterlesen

eBook und Billy-Regale

IKEA hat mitgeteilt, die Produktlinie Billy-Regal werde umgestellt. Wegen der zunehmenden Verbreitung von  eBooks sinke die Nachfrage nach reinen Bücherregalen.

Nun produziere man das Billy-Regal mit einer Tiefe von 39 Zentimetern (statt bisher 29 Zentimetern). Billy werde in Zukunft zum Aufbewahrungsort für Dekorationsgegenstände.

Wahr oder falsch?

 

 

Link der Woche

Welche Tantiemen sollten eBook-Autoren erzielen?
Wann immer neue Formen der Vermarktung entstehen, erhebt sich sogleich die Frage nach den Tantiemen für die Kreativen. Hier die Antwort des Insiders Andrew Wylie.

 

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